Die Grundideen seines Entwurfs hat Gropius in einem Erläuterungsbericht klargelegt: "Der Sowjet-Palast ein neuer Pol! Ein Monument der Idee der UdSSR. Deshalb: ein einziger gewaltiger mit einem Blick erfaßbarer Raumkörper über dem Kreis, als dem Symbol der Bindung der Volksmassen zu einer menschlichen und politischen Großeinheit."
Der gesamte Entwurf ist über konzentrischen Kreisen aufgebaut, wobei der große Saal für 15000 und der kleine Saal für 6000 Plätze als Kreissegmente dienten für Massendurchzüge und Demonstrationen. Dieser radiale Aufbau der Baugruppe sollte sowohl symbolisch den Inhalt ausdrucken als auch den schnellen Zu- und Abgang der Menschenmassen ermöglichen.
Gropius betonte wieder, wie schon beim Totaltheater, die untrennbare räumliche Einheit von Saal und Bühne, denn die reale Weit des Zuschauers sollte völlig mit dem Geschehen auf der Bühne verschmelzen:
"Aktivierung aller Teilnehmer an profanen und feierlichen Schauvorgängen durch organisierte Wechselbeziehung zwischen Zuschauerplatz und Aktionsfläche."
Er sah deshalb auch wieder Filmschirme, bewegliche Bühnenelemente und eine Farbenorgel vor.
Konstruktiv bot der Bau keine neuen Ideen: Auf einem System von Stahlbetonstützen und Unterzügen sollten hohe eiserne Brückenbinder zur Überwölbung der Säle auflagern. Die Fassadenflächen zwischen den Betonrippen wollte Gropius mit verschiedenen Gesteinsarten aus der Sowjetunion, wie Granit, Marmor und Porphyr verblenden.
Ein ehemaliger Mitarbeiter, Stefan Sebök, der sich in Moskau aufhielt, berichtete Gropius später, daß sein Entwurf gleich "Le Corbusier" benannt und beschriftet wurde, da er wohl derartig modernistisch wirkte. Im Vergleich mit Le Corbusiers kühner Konstruktion wirkt Gropius' Entwurf allerdings konventioneller.