Politik

Vor 1933


In der Weimarer Republik,
der Entstehungsphase des Atlantropa-Gedankens fand Herman Sörgel schnell eine Breite Akzeptanz seiner Idee in der Öffentlichkeit gestützt von der Weltwirtschaftskrise, die die Bevölkerung natürlich gerne an ein derartig visionäres Konzept glauben machen lies.

Selbst moderne Architekten wie z.B. Peter Behrens ließen sich von der Idee anstecken und lieferten Beiträge die die Realisierbarkeit untermauern sollten.


1933 bis 1945


Nach der Machtübernahme
der Nationalsozialisten in Deutschland schien zunächst der politische Nährboden für Großprojekte wie Sörgels Atlantropa-Plan wie geschaffen. Vor diesem Hintergrund knüpfte Herman Sörgel Kontakte, fertigte Pläne und Modelle, nur um dann festzustellen, daß die politischen Intentionen der neuen Machthaber sich nicht mit seinen Visionen übereinbringen ließen.

Zudem waren die Expansionsziele der Nazis eher nach Osten denn nach Süden gerichtet und der pazifistische Ansatz Sörgels, ein geeintes Europa mit Afrika zu einem neuen Kontinent zu formen hatte dann während des zweiten Weltkrieges ein Publikationsverbot zur Folge.


Nach 1945


Das gebeutelte Europa
nach dem Zweiten Weltkrieg, schien für Herman Sörgels Lebenswerk erneut ideale Bedingungen zu liefern, was die schon 20 Jahre alte Planung wieder an Aktualität gewinnen ließ. Allerdings wurde in den Jahren des Wiederaufbaus immer deutlicher, daß die mittlerweile weiterentwickelte Atomenergie sich gegen die doch recht aufwändige Wasserkraft, die das Herzstück des Atlantropa-Konzeptes darstellte, durchsetzen sollte.

Damit war das Schicksal Herman Sörgels Traum wohl endgültig besiegelt, was ihn aber nicht davon abhalten konnte, ihn bis zu seinem Lebensende 1952 weiterzuverfolgen.


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