Biografie

Das Atlantropa-Projekt
ist die komplexeste aller bislang bekannt gewordenen Bauutopien und zugleich ein Paradebeispiel der europäischen Technik- und Planungsgeschichte aus der Hochblüte der Moderne. Sein Architekt Herman Sörgel (1885-1952), ein selbsternannter “Weltbaumeister” der “mit Meeren und mit Erdteilen umgeht, als wären es Teiche und Sandhaufen.”


Herman Sörgel

• Herman Sörgel wurde am 2. April 1885 in Regensburg geboren.

• 1904 hat er sich an der Technischen Hochschule in München für das Fach Architektur einschreiben lassen.

• Nach der Diplomprüfung im Jahr 1908 Eintritt in die öffentliche Verwaltung.

• Bald nach dem Studium (1908) verfasste er als Doktorarbeit eine Ästhetiklehre der Architektur, die an der TU München abgelehnt wurde.

• Die 1913 nachgereichte Abhandlung über konkave Räume in der Architektur wurde genauso als Doktorarbeit abgelehnt.

• Im Jahre 1918 erschien die zuerst abgelehnte Arbeit als Buch (Architektur-Ästhetik).

• Um 1910 folgte ein Aufenthalt im staatlichen Baubüro des gerade begonnenen Deutschen Museums in München.

• 1911 wurde er Hauptlehrer an der Meisterschule für Bauhandwerker in Bamberg.

• Im Laufe des Jahres 1914 verließ Herman Sörgel die Lehrstelle in Bamberg.

• 1914 zog er nach München, um als Architekt, Architekturpublizist und freier Journalist tätig zu sein.

• Im Januar 1925 gelang Herman Sörgel die Gründung seiner eigenen Zeitschrift (Baukunst), die monatlich erschien.

• Am 25. September 1925 fing er von Berlin aus seine Amerikareise an.

• Im Maiheft des Jahres 1926 meldet eine Hausmitteilung eine nicht näher bezeichnete Krankheit Sörgels; er sei “auf Grund ärztlicher Beratung zur Zeit außer Stande die Schriftleitung der Baukunst weiterzuführen.”

• Er hat im Jahre 1926 Irene von Villyani, eine aus Ungarn stammende Übersetzerin, geheiratet.

• Im Herbst 1927 begann er das Mittelmeerprojekt Atlantropa zu entwickeln.

• Bis zu seinem Tod 1952 wollte er dann nur noch er sein, nämlich Propagandist seines Atlantropa-Projekts.

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